Als Einstimmung auf unser Jubiläumsjahr fand am vergangenen Donnerstag ein ganz besonderer Bereitschaftsabend statt.

In gemütlicher Runde traf man sich bei Glühwein, Punsch und Lebkuchen, um einen Blick zurück in die Geschichte des DRK Ortsvereins Wiesloch zu werfen.
Und wer könnte sich da besser eignen als unser Ehrenvorsitzender Gerhard Herrmann, der vom stv. Bereitschaftsleiter Mario Strammiello stilecht auf einem gemütlichen Sofa vor Kaminfeuer (wenn auch nur per Beamer eingespielt) interviewt wurde.
Besonders die jüngeren Mitglieder kamen aus dem Staunen nicht heraus, als Gerhard Herrmann von seiner Anfangszeit in Wiesloch Anfang der 60er Jahre erzählte. Untergebracht war man damals in einem kleinen Raum im Feuerwehrhaus, der Krankentransport wurde vom Autohaus Hofmann durchgeführt.
Als nächstes Domizil diente eine Holzbaracke gegenüber dem heutigen Feuerwehrhaus, wo das DRK rein ehrenamtlich eine 24-Stunden Bereitschaft für die Bevölkerung gewährleistete. 1974 konnte man dann die Räumlichkeiten in der vom Kreisverband neu erbauten Rettungswache in der Baiertaler Straße beziehen. Seit den ersten Diensten auf dem Fußballplatz mit kleiner Ledertasche und „Decke unterm Arm“ hat sich vieles verändert.

Sowohl der Ausbildungsstand der Helfer wie auch der Fuhrpark und das Equipment sind nicht mehr mit dem damaligen Sanitätsdienst vergleichbar. Aber der Zusammenhalt in der Gemeinschaft, die Motivation zur Hilfe und das Engagement der Rotkreuzler sind ungebrochen hoch und zeichnen das DRK Wiesloch aus.
Schon immer gab es Kontakte zu DRK´lern im In- und Ausland und viele Anekdoten machten an diesem Abend die Runde. Erlebnisse von Wettbewerben, Ausflügen und anderen Festlichkeiten waren ebenso Thema wie auch schwierige Zeiten. Hilfslieferungen nach Ungarn und Rumänien in Zeiten des Kalten Krieges, Asylbewerberbetreuung in Wiesloch und Krankentransport mit einfachsten Mitteln kennen viele unserer Mitglieder nur vom Hörensagen. Gerhard Herrmann konnte als Zeitzeuge authentisch Auskunft geben und die zwei Stunden vergingen wie im Fluge.
Eine bessere Einstimmung auf unser Jubiläumsjahr konnte man sich nicht vorstellen und der Erfolg dieser Veranstaltung macht Lust auf eine Fortsetzung.